Ralf Rangick und der AC Mailand

Nachdem der mailändische Traditionsklub Anfang März 2020 Manager Zvonomir Boban entlassen hatte, wollen die Gerüchte um einen Wechsel von Ralf Rangnick zu den Rossonieri nicht mehr verstimmen. Mit ihm möchten die Mailänder gerne wieder an alte Glanzzeiten anknüpfen.

Dem technischen Direktor, niemandem Geringeren als Klublegende Paolo Maldini, gefällt aber nicht, dass Rangnick dort alle technischen und sportlichen Bereiche in Personalunion übernehmen möchte. Im Moment ruhen die Gespräche, man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

Der Macher aus dem Schwabenland

Der am 29. Juni 1958 in Backnang nahe Stuttgart geborenen Spieler, Trainer und Manager hat bereits eine abwechslungsreiche Karriere hinter sich.

Während seines Studiums als Lehrer für Geschichte und Sport und auch später war er bereits von 1976 bis 1988 als Amateurspieler für verschiedene Vereine in Baden-Württemberg und England tätig.

Seine Trainertätigkeit startet er beim heimischen FC Viktoria Backnang und in der Folge bei anderen Amateurvereinen als Trainer beziehungsweise Spielertrainer.

1999 übernahm er als Cheftrainer den ersten Posten in der Bundesliga beim VfB Stuttgart. Es folgten Stationen in Hannover und auf Schalke, die mit wenig Erfolg verbunden waren.

2006/2007 kam Rangnick zu dem Regionalligisten TSG Hoffenheim, marschierte bis in die Bundesliga durch und konnte in den beiden Folgejahren den Aufsteiger auf einstelligen Plätzen in der Tabelle platzieren. Nach Unstimmigkeiten mit Mäzen und Sponsor Hopp gab er sein Comeback in Gelsenkirchen. Mit den Knappen feierte er mit dem Gewinn des DFB-Pokals und dem Einzug ins Championsleague-Halbfinale seine größten sportlichen Erfolge.

Nachdem er aus gesundheitlichen Gründen Schalke verließ, übernahm er ab der Saison 2012/2013 die sportliche Leitung beim FC Red Bull Salzburg und war dabei auch für RB Leipzig zuständig. Immer mehr konzentrierte sich Rangnick dabei auf die Geschicke der Leipziger, die er 2015/2016 als Trainer in die Bundesliga führte. Auch in der Saison 2018/2019 trainierte er die Sachsen.

Seit Juli 2019 ist er nur noch als Head of Sport and Development Soccer bei der RB-Zentrale tätig.